Vitamin K2: Wirkung
Die wichtigste Wirkung von Vitamin K insgesamt ist das Ermöglichen der Blutgerinnung. Weitere Funktionen hat vor allem Vitamin K2, nämlich:
- die Verhinderung von Kalkablagerungen in Blutgefäßen und Knorpeln
- die Unterstützung eines gesunden Knochenstoffwechsels
- Hilfe bei der Zellteilung
- Unterstützung bei der Schadensbehebung in Zellen in verschiedenen Körperbereichen
- die Herstellung von Blutgerinnungsfaktoren
Da der Großteil von Vitamin K2 aus Vitamin K1 gebildet wird, könnten diese wichtigen Funktionen ohne Vitamin K1 nicht erfüllt werden.
Diese Lebensmittel enthalten Vitamin K2
Vitamin K2 wird von Bakterien produziert und steckt nur in fermentierten Lebensmitteln – du kannst es über Sauerkraut aufnehmen und zum Beispiel auch über Kimchi.
Hauptsächlich aber wandelt dein Körper für seinen Bedarf an Menachinon das Vitamin K1 um, das du über den Verzehr verschiedener Gemüsesorten zu dir nimmst.
Komplett ist das Zusammenspiel von Vitamin K1 und Vitamin K2 noch nicht erforscht, aber es gibt einige Hinweise: Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg mit nur wenig Vitamin K1 ernährt haben, zeigten noch keine Mangelerscheinungen an Vitamin K. Nahmen sie allerdings gleichzeitig Antibiotika ein, die die Darmflora beeinträchtigen, zeigten sich binnen drei bis vier Wochen Mangelerscheinungen an Vitamin K.
Gibt es Gründe, die gegen die Aufnahme von Vitamin K2 sprechen?
Das Vitamin K2, das dein Körper selbst bildet oder das du über die Ernährung aufnimmst, ist wichtig für deinen Körper – er kann die Mengen selbst regulieren. Auch Supplements mit K2 in der empfohlenen Dosierung haben keine unangenehmen Nebenwirkungen.
Nimmst du Blutgerinnungshemmer ein, solltest du allerdings Supplements mit K2 nicht ohne ärztliche Absprache einnehmen: Die Mittel können sich gegenseitig beeinflussen. Grundsätzlich gilt, dass du Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente nie gleichzeitig einnehmen solltest, ohne die möglichen Wechselwirkungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abgesprochen zu haben.
Schwangeren und Stillenden wird ärztlich empfohlen, auf die Einnahme von Supplements mit Vitamin K2 zu verzichten: Alle Neugeborenen bekommen Vitamin K verabreicht, weil ihr Körper es noch nicht selbst bilden kann. Babys, die sowohl diese erste Dosis als auch Vitamin K2 aus Supplements über die Muttermilch aufnehmen, bekommen leicht einen Überschuss. Dieser kann zu einem Zerfall der roten Blutkörperchen führen.
Info: Viele Hersteller kombinieren Supplements mit Vitamin D und Vitamin K2. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erklärt allerdings, dass es keine Belege dafür gibt, dass die beiden Vitamine in Kombination eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben.



