Info: Neben Retinol gehören auch Retinal, Retinsäure sowie Beta-Carotin zu den A-Vitaminen.
Retinol: Wirkung
Retinol wird besonders gern in kosmetischen Produkten eingesetzt: Es kann als Bestandteil von Cremes bis in die mittlere Hautschicht vordringen. Hier regt es die Produktion von Collagen an, was die Haut elastischer, geschmeidiger und widerstandsfähiger macht. Zudem verhindert es den Collagenabbau durch bestimmte Enzyme und durch oxidativen Stress. In verschiedenen Studien wurde bestätigt, dass Retinol die Alterung der Haut verlangsamen kann. Es wird im Organismus noch in zwei Stufen umgewandelt, um wirksam zu werden: zunächst in Retinal, dann in Retinsäure.
Doch Collagen kann noch viel mehr, als nur für ein jüngeres Äußeres zu sorgen. Deshalb solltest du die Aufnahme von Retinol über deine Ernährung nicht vernachlässigen. Damit regst du nämlich die Collagenbildung an und tust deinem ganzen Körper etwas Gutes: Collagen ist ein wichtiges Strukturprotein, das neben der Haut auch Knochen, Knorpel und Sehnen festigt und ihre Elastizität gewährleistet. Das ist für Sportlerinnen und Sportler, die mehrmals die Woche ein hartes Training absolvieren, ein sehr wichtiger Punkt.
Diese Lebensmittel enthalten Retinol
Fertiges Retinol findest du nur in tierischen Lebensmitteln, nämlich in:
- Fleisch (vor allem Leber)
- Fisch
- Milchprodukten
- Eiern
Das bedeutet aber nicht, dass vegan lebende Menschen kein Retinol im Organismus haben: Der Körper bildet es selbst aus Beta-Carotin.
Gibt es Gegenanzeigen bei Retinol?
Retinol, das du über die Nahrung zu dir nimmst und das dein Körper für die Synthese von Collagen nutzt, hat keine negativen Auswirkungen. Das würde auch die Ernährung sehr erschweren, da es in vielen Lebensmitteln enthalten ist und der Körper es aus unterschiedlichen Stoffen bildet.
Retinolcremes hingegen, die das A-Vitamin in hoher Dosis enthalten, eignen sich nicht für Menschen, die mit sehr trockener Haut oder mit Neurodermitis zu kämpfen haben. Ärztinnen und Ärzte empfehlen Schwangeren und Stillenden darauf zu verzichten, denn in hohen Dosen kann Retinol für Embryos und Babys schädigend wirken.



