Retinal: Wirkung
Wo lange Zeit Retinol als der wirksamste Inhaltsstoff in Hautcremes gepriesen wurde, rückt inzwischen Retinal mehr in den Fokus: Es wirkt einerseits schneller als Retinol, da es eine direkte Vorstufe von Retinsäure ist. Andererseits ist es für die Haut oft besser verträglich.
Retinal ist wichtig für die gesunde Funktion der Netzhaut. Außerdem regt es die Bildung von Collagen an und sorgt so für eine geschmeidige, elastische Haut und für stabile Strukturproteine im Körper. Es ist wichtig für die Zellteilung und Zellerneuerung, und es hat eine antibakterielle und antientzündliche Wirkung.
Alle diese Wirkungsweisen (abgesehen von der Netzhautfunktion) machen das Vitamin auch für Sportlerinnen und Sportler interessant. Retinal:
- sorgt für kräftige Knochen, Sehnen und Knorpel
- trägt zum Muskelwachstum und zur Regeneration nach dem Training bei
- unterstützt das Immunsystem
Retinal hat also mehrere positive Eigenschaften, die deine Fitness unterstützen.
Diese Lebensmittel enthalten Retinal
Retinal selbst ist nicht in größeren Mengen in Lebensmitteln zu finden. Aber du kannst darauf achten, dass du genügend Retinol und Beta-Carotin aufnimmst, damit dein Körper das Retinal selbst herstellen kann. Retinol ist in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern enthalten. Beta-Carotin kommt vor allem in intensiv gefärbten Gemüsesorten wie Möhren, Paprika, Tomaten, Brokkoli und Feldsalat vor.
Gibt es Gegenanzeigen bei Retinal?
Wenn du die Vorstufen von Retinal über die Ernährung zu dir nimmst und dein Körper es selbst herstellt, gibt es keine negativen Auswirkungen. Die durchschnittliche Versorgungslage in Deutschland mit den A-Vitaminen ist gut.
Eine Creme oder ein Serum mit Retinal für die Faltenreduktion ist immer relativ hoch dosiert. Zwar ist der Stoff etwas besser verträglich als Retinol, aber für sehr empfindliche Haut ist er dennoch nicht geeignet. Es ist ärztlich empfohlen, während einer Schwangerschaft und der darauffolgenden Stillzeit auf Kosmetika mit Retinoiden zu verzichten, da sie in größeren Mengen das Baby bzw. den Fötus schädigen können.



