Funktionen von Kalium im Körper
Kalium nimmt viele verschiedene Aufgaben im Körper wahr, etwa:
- die Regulierung des Wasserhaushalts und des osmotischen Drucks
- die Ausbalancierung des Säure-Basen-Haushalts
- Unterstützung bei der Weiterleitung von Reizen im Nervensystem (zusammen mit Natrium)
- Aufrechterhaltung der normalen Herzfunktion
- Ermöglichen der Muskelarbeit
- Regulierung des Blutdrucks
- Aktivierung von Enzymen für die Glykogensynthese und die Proteinbiosynthese
Ohne genügend Kalium würden viele lebenswichtige Abläufe im Körper gar nicht stattfinden können.
Täglicher Kaliumbedarf
Der tägliche Bedarf an Kalium kann lediglich geschätzt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für gesunde Erwachsene eine Aufnahme von 4.000 Milligramm pro Tag. Während des Stillens kann dieser Bedarf auf 4.400 Milligramm ansteigen.
Gute Kaliumquellen bei Lebensmitteln
Kalium kommt in beinahe allen Lebensmitteln vor – in manchen mehr, in anderen weniger. Sehr gute Kaliumquellen sind wegen der Konzentration Tomatenmark und Trockenobst. Du findest aber auch viel davon in:
- Sojabohnen
- Pistazienkernen
- vielen Nusssorten
- Tomaten
- Möhren
- Hülsenfrüchten
- Kohlsorten
- Salaten
- Kartoffeln
- Vollkornmehl aus Roggen, Buchweizen und Dinkel
- Pumpernickel
- Bananen
- Marillen
- Pflaumen
- Fisch
- Fleisch
Geringer ist der Anteil in verarbeiteten Lebensmitteln und in Weißbrot, aber auch hier ist etwas von dem verbreiteten Mineralstoff enthalten
Achtung: Kochst du Lebensmittel länger, geht viel von dem Kalium ins Kochwasser über. Um es nicht zu verschwenden, kannst du das Wasser als Basis für eine Soße verwenden – außer bei Kartoffeln und grünen Bohnen!
Kaliummangel: Symptome und Risikogruppen
Da Kalium in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, kommt es bei gesunden Menschen, die sich ausgewogen ernähren, nur selten zu einem Mangel. Dieser kann hingegen bei bestimmten Erkrankungen bzw. Behandlungen auftreten. Möglich ist das bei:
- Übelkeit mit schwerem Erbrechen
- chronischen Durchfällen
- exzessivem Schwitzen
- der Einnahme von entwässernden Medikamenten
Bei einem Kaliummangel, der nicht rasch über die Ernährung ausgeglichen werden kann, können Beeinträchtigungen des Nervensystems auftreten, die zu einer Einschränkung der Muskelfunktion führen können, zu Lähmungserscheinungen des Darms sowie zu Herzrhythmusstörungen. In einem solchen Fall ist ärztliche Behandlung dringend nötig!
Kann man zu viel Kalium aufnehmen?
Nimmst du zu viel Kalium über deine Mahlzeiten auf, scheidet dein Körper es einfach über den Urin aus. Leidest du allerdings an einer Nierenstörung, funktioniert das nicht mehr einwandfrei und es kann passieren, dass sich Kalium in deinem Körper ansammelt. Man spricht dann von einer Hyperkaliämie. Diese kann zu einem medizinischen Notfall werden mit teils lebensbedrohlichen Symptomen wie:
- Darmverschluss
- Lähmungserscheinungen
- Herzrhythmusstörungen
- Lungenversagen
Da manche Medikamente wie ACE-Hemmer, einige Schmerzmittel sowie nicht-steroide Antirheumatika die Ausscheidung von Kalium behindern, können auch sie zu einer Ansammlung des Mineralstoffs im Körper führen.
Ist es sinnvoll, Kalium zu supplementieren?
Die meisten Menschen schaffen es, im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ihren täglichen Kaliumbedarf über ihre Mahlzeiten zu decken. Fällt dir das schwer oder leidest du an einer Darm- oder Nierenerkrankung, die deinen Kaliumhaushalt beeinträchtigt, kann es sein, dass dir Supplements mit Kalium weiterhelfen können. Nimm sie allerdings nicht auf Verdacht ein, sondern lass dich ärztlich beraten! Andernfalls nimmst du leicht einen Überschuss zu dir, der ebenso wie der Mangel gefährliche Auswirkungen haben kann.



