Serin: wichtig für das Gehirn

Serin zählt zu den nicht-essentiellen Aminosäuren: Aus Threonin, Glycin oder Glukose bildet der Körper sie selbst. Wir nehmen sie zwar auch über proteinreiche Lebensmittel zu uns, wichtig ist das aber nicht – was der Körper herstellt, reicht im Normalfall für den Bedarf aus.

Hauptfunktionen von Serin

Serin hat manche Aufgaben, die andere Aminosäuren ebenfalls haben, ist aber besonders für das Gehirn wichtig:

  • Es gehört zum Gerüst der Zellmembranen im Gehirn und spielt eine wichtige Rolle bei der Reizübertragung der Nervenzellen – es hilft daher bei der Aufmerksamkeit und der Konzentration.
  • Es trägt zu einem gut funktionierenden Immunsystem bei.
  • Es ist Baustein diverser Enzyme und anderer nicht-essentieller Aminosäuren.
  • Es ist beteiligt an der Energiebereitstellung.
  • Es trägt zu einer guten Wundheilung bei.
  • Es trägt zur Proteinbiosynthese bei und damit zum Muskelaufbau bzw. zur Verhinderung des Muskelabbaus.

Mit genügend Serin bist du aufnahmebereit und lernfähig und kannst dich gut fokussieren.

Serin in Lebensmitteln

Es gibt sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte, die relativ viel Serin enthalten. Dazu zählen:

  • Fisch
  • Fleisch
  • Käse
  • Eier
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide (vor allem Hirse)

Andere Milchprodukte als Käse sowie Obst, Gemüse und Pilze enthalten ebenfalls Serin, aber nicht so viel wie die hier aufgeführten Lebensmittel.

Serin Bedarf und Bedeutung für Sportler

Es gibt keine Empfehlungen über die Aufnahme von Serin, weil dein Körper es normalerweise in ausreichendem Maße selbst herstellt. Zu einem Mangel kommt es meist nur, wenn du dich mit sehr wenig Protein ernährst oder an einer seltenen genetischen Erkrankung leidest. Weitere Gruppen brauchen etwas mehr Serin als andere Menschen, etwa:

  • Personen, die langfristig ein hohes Stresslevel haben
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Leute, die an Essstörungen leiden
  • Rekonvaleszente nach einer Verletzung oder einer Operation
  • Schwangere und Stillende
  • Sportlerinnen und Sportler

Trainierst du mehrfach in der Woche hart, hat dein Körper einiges zu tun, um die winzigen Verletzungen in deinen Muskeln zu heilen. Dafür muss deine Proteinbiosynthese reibungslos ablaufen, und an ihr ist Serin beteiligt. Außerdem brauchst du jede Menge Energie, wofür die Aminosäure ebenfalls wichtig ist. Isst du wegen des erhöhten Kalorienbedarfs mehr, nimmst du meist allein über die Lebensmittel schon alle notwendigen Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe auf.

Ist es sinnvoll, Serin zu supplementieren?

Bist du gesund und ernährst du dich ausgewogen, kommt es im Normalfall nicht zu einem Serinmangel. Am häufigsten kommt es vor, dass Sportlerinnen und Sportler es nicht schaffen, ihren hohen Proteinbedarf zu decken. Dagegen kannst du mit einem Supplement wie Proteinpulver vorgehen – dies enthält alle Aminosäuren, auch Serin und die Säuren, aus denen es gebildet wird.

Ein Supplement nur mit Serin ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll (und du  findest es im Handel auch nur selten). Es ist zwar meist gut verträglich, allerdings kann es den Körper an der Aufnahme anderer Aminosäuren behindern. Erwischst du eine zu hohe Dosis, kannst du außerdem Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen bekommen oder dich müde und abgeschlagen fühlen. Eine zu hohe Dosis Proteinpulver hingegen kann zu Übelkeit und Durchfall führen.

Tipp: Nahrungsergänzungsmittel können immer mit Medikamenten in eine Wechselwirkung treten. Musst du also ein Medikament einnehmen, solltest du grundsätzlich ärztliche Beratung einholen, ehe du ein Supplement nimmst.

Die häufigsten Fragen zu Serin

Serin ist wie alle Aminosäuren für unsere Leserinnen und Leser von Interesse. Die häufigsten Fragen, die wir dazu gestellt bekommen, beantworten wir hier.

Neben der Tatsache, dass Serin ein Baustein für körpereigene Strukturproteine, für Aminosäuren und für Enzyme ist, ist vor allem seine Aufgabe im Gehirn wichtig: Es leitet Reize der Nervenzellen weiter und hilft dir so, aufmerksam und fokussiert zu sein. Es unterstützt deine Wundheilung und dein Immunsystem.

Das Serin, das du über Lebensmittel zu dir nimmst, hat keine schädlichen Auswirkungen. Diese treten nur auf, wenn du eine zu große Dosis eines Supplements mit Serin einnimmst. Dann kannst du Verdauungsprobleme wie Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bekommen. Du kannst dich außerdem erschöpft und müde fühlen oder Kopfschmerzen bekommen.

Ein Mangel an Serin macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar: Du kannst unkonzentriert, unaufmerksam und vergesslich sein. Möglich sind zudem Muskelkrämpfe oder Krampfanfälle. Du kannst anfälliger für Infekte werden, und deine Wunden können langsamer und schlechter heilen. Da die Proteinbiosynthese beim Mangel an einer oder mehrerer der Aminosäuren eingeschränkt ist, kann dein Muskelaufbau nicht weiter voranschreiten – oder es kommt gar zu Muskelabbau.

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  • https://flexikon.doccheck.com/de/Serin
  • https://www.naturheilpraxis-elke-ruehl.de/lexikon/s/serin.html
  • https://www.vitalstoff-lexikon.de/Aminosaeuren/Serin/Mangelsymptome
  • https://www.eucell.de/ernaehrung/ernaehrungslexikon-ihr-nachschlagewerk-fuer-gesundheit-und-vitalitaet/aminosaeuren/nicht-essentielle-aminosaeuren/serin/lebensmittel
  • https://ostrovit.de/Serin-Vorkommen-Eigenschaften-und-Dosierung-blog-ger-1720442970.html
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