Das sind die nicht-essentiellen Aminosäuren
Einzelne der nicht essentiellen Aminosäuren werden je nach Betrachtungsweise auch den semi-essentiellen und den bedingt-essentiellen Aminosäuren zugerechnet. Die nicht-essentiellen Aminosäuren sind aber zunächst einmal die zwölf folgenden:
- Alanin
- Arginin
- Asparaginsäure
- Asparagin
- Cystein
- Glutamin
- Glutaminsäure
- Glycin
- Histidin
- Prolin
- Serin
- Tyrosin
Du nimmst sie über die Nahrung auf – und zwar über ganz verschiedene Lebensmittel, wie du in den einzelnen Beiträgen sehen kannst. Daher ist es wichtig, dass du dich ausgewogen, gesund und abwechslungsreich ernährst: So vermeidest du einen Mangel.
Funktionen von nicht-essentiellen Aminosäuren
Nicht-essentielle Aminosäuren haben viele verschiedene Funktionen. Sie:
- stärken dein Immunsystem
- helfen dem Körper bei der Entgiftung
- spielen eine wichtige Rolle im Nervensystem und in der Signalübertragung durch die Nerven
- sind an verschiedenen Stoffwechseln beteiligt
- sind wichtig für die Proteinbiosynthese
- ermöglichen die Energiebereitstellung
- tragen dazu bei, Knorpel und Gelenke gesund zu erhalten
Welche Aminosäure genau welche Aufgaben übernimmt, siehst du in den Einzelbeiträgen, die wir oben unter “Das sind die nicht-essentiellen Aminosäuren” verlinkt haben
Täglicher Bedarf an nicht-essentiellen Aminosäuren
Da die Aminosäuren für unterschiedliche Aufgaben gebraucht werden, muss der Körper jeweils verschieden viel davon herstellen. Die Angaben findest du in den einzelnen Beiträgen. Es ist wichtig, dass du deinem Körper genügend der Lebensmittel zuführt, die er für die Bildung der nicht-essentiellen Aminosäuren benötigt (auch diese Angaben stehen in den Beiträgen zu den einzelnen Säuren, die wir oben unter “Das sind die nicht-essentiellen Aminosäuren” verlinkt haben). In manchen Fällen sind das auch essentielle Aminosäuren, die umgebaut werden.
Tipp: Falls du anstrengendes Training wie regelmäßiges Hypertrophietraining betreibst, liegt dein Bedarf höher!
Symptome eines Mangels an nicht-essentiellen Aminosäuren
Die Symptome eines Mangels sind je nach der Aminosäure, die du unzureichend bildest, unterschiedlich. Möglich sind die Folgenden:
- Müdigkeit und Probleme beim Konzentrieren
- Schlafstörungen
- Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit
- Haarausfall
- verminderte Leistungsfähigkeit
- Muskelschwäche
- eine dysfunktionale Schilddrüse
- Blutzuckerschwankungen
Vermutest du, dass du nicht genügend nicht-essentielle Aminosäuren bildest, kannst du deinen Speiseplan anpassen und dich ausgewogen und gesund ernähren. Sorgt das nicht für eine Besserung, solltest du eine Blutuntersuchung vornehmen lassen, um herauszufinden, was dir fehlt.
Nicht-essentielle Aminosäuren supplementieren
Bei einer ausgewogenen Ernährung und einer Lebenssituation, die keinen besonderen Bedarf verursacht (bei Krankheit oder nach OPs etwa, in Kindheit und Jugend, während Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf höher), bist du meist auch ohne Supplements gut bedient: Du nimmst darüber genügend Stoffe auf, aus denen dein Körper die nicht-essentiellen Aminosäuren herstellen kann.
Im Leistungssport hingegen und wenn du dich gerade im Muskelaufbau befindest, kannst du mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln deine Leistung noch etwas verbessern. Beliebt sind die Supplements Glutamin und L-Arginin. Achte allerdings darauf, dass du es mit der Dosis nicht übertreibst – andernfalls behindern sich die Aminosäuren gegenseitig bei der Aufnahme. Du schwemmst wertvolles Calcium aus deinem Körper und kannst deine Verdauung durcheinanderbringen.



