Das sind die essentiellen Aminosäuren
Man unterscheidet die essentiellen Aminosäuren von den nicht-essentiellen. Zudem gibt es noch die semi-essentiellen und die bedingt-essentiellen Aminosäuren. Die essentiellen Aminosäuren sind die acht folgenden:
Manche Quellen sprechen auch von neun essentiellen Aminosäuren, weil für Säuglinge auch Histidin dazugehört. Der Körper lernt später, die Aminosäure selbst herzustellen.
Funktionen von essentiellen Aminosäuren
Alle Aminosäuren und damit auch die essentiellen sind Bausteine der Proteine, aus denen alle Zellen unseres Körpers gebildet werden. Das ist die wichtigste Aufgabe essentieller Aminosäuren, aber bei Weitem nicht ihre einzige:
- Der Körper kann aus ihnen alle weiteren für den Körper wichtigen Aminosäuren bilden.
- Sie werden genutzt für die Bildung von Hormonen, Botenstoffen und Gallensalzen,
- Manche werden direkt als Botenstoffe im Nervensystem eingesetzt.
- Im Notfall deckt der Körper über den Abbau essentieller Aminosäuren seinen täglichen Energiebedarf.
- Sie unterstützen das Immunsystem.
Die Aufgaben von essentiellen Aminosäuren im Körper sind also vielfältig. Sie sind unersetzlich.
Täglicher Bedarf an essentiellen Aminosäuren
Wie viele essentielle Aminosäuren du täglich aufnehmen solltest, ist von Säure zu Säure verschieden. Die Angaben findest du in den verlinkten Beiträgen oben im Abschnitt “Das sind die essentiellen Aminosäuren”. Insgesamt deckst du deinen Bedarf an essentiellen Aminosäuren über deine Aufnahme von Protein, die bei Erwachsenen bei etwa 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Dieser Wert kann für Sportlerinnen und Sportler höher liegen – vor allem während des Muskelaufbaus.
Info: Da die verschiedenen essentiellen Aminosäuren in unterschiedlichen Lebensmitteln enthalten sind, siehst du ebenfalls in den Einzelbeiträgen, was gute Quellen sind.
Symptome eines Mangels an essentiellen Aminosäuren
Je nachdem, welche essentielle Aminosäure du nicht in ausreichendem Maße aufgenommen hast, kannst du verschiedene Symptome erleben, etwa:
- Appetitmangel
- Blutarmut
- Schlafprobleme
- Schwäche und Erschöpfung
- Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Angstzustände
- einen reduzierten Energieverbrauch des Körpers und damit einhergehenden Aufbau weißen Fettgewebes
- Muskelabbau
Die Symptome sind ziemlich unspezifisch und können jeweils auch andere Auslöser haben. Vermutest du bei dir einen Mangel an essentiellen Aminosäuren, gestalte deine Ernährung etwas eiweißreicher und prüfe, ob deine Beschwerden besser werden.
Tipp: Falls deine Symptome nicht besser werden, solltest du eine Blutuntersuchung vornehmen lassen.
Essentielle Aminosäuren supplementieren
Vor allem während des Muskelaufbaus benötigst du ausreichend essentielle Aminosäuren, um deinem Körper genügend Bausteine zur Verfügung zu stellen. Schaffst du es nicht, genügend davon mit der normalen Ernährung zu dir zu nehmen, kannst du zu einem Supplement mit Aminosäuren greifen. Hilfreich sind Nahrungsergänzungsmittel mit EAAs, nicht mit BCAAs.
Geh nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ vor – dein Körper kann nur eine gewisse Menge an Aminosäuren auf einmal aufnehmen. Stellst du ihm immer zu viel zur Verfügung, behindern sie sich gegenseitig, sodass du trotz der großen Menge an einem Mangel an einer Aminosäure leiden kannst, weil andere ihren Platz einnehmen.



