Gesättigte Fettsäuren: Besser als ihr Ruf

Unter gesättigten Fettsäuren versteht man in der Chemie organische Fettsäuren ohne Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen. Sie werden häufig als schlechte Fette bezeichnet, weil sie im Verdacht stehen, das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu erhöhen, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Ganz so klar, wie er einst schien, ist dieser Zusammenhang aber nicht – außerdem haben auch gesättigte Fettsäuren wichtige Aufgaben im Körper.

Funktionen von gesättigten Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren werden vom Körper an ganz verschiedenen Stellen genutzt:

  • Mit neun Kalorien pro Gramm sind es wichtige Energielieferanten für den Körper.
  • Sie sind unersetzlich für den Aufbau von Körperzellen.
  • Sie ermöglichen die Aufnahme und den Transport von fettlöslichen Vitaminen.
  • Sie agieren als Botenstoffe für das Nervensystem.

Zudem gibt es bestimmte Aufgaben, die nur einzelne gesättigte Fettsäuren übernehmen: Der Immunstoffwechsel profitiert von Myristinsäure und Palmitinsäure. Letztere unterstützt auch den Hormonstoffwechsel, während Buttersäure für die Regulation der Umsetzung genetischer Informationen gut ist.

Ist es sinnvoll, gesättigte Fettsäuren zu supplementieren?

Nein. In Deutschland nehmen Menschen im Schnitt eher zu viele gesättigte Fettsäuren auf als zu wenige. Sie stecken in zahlreichen tierischen Lebensmitteln – in allen Fleisch- und Wurstwaren, in Milch, Käse und anderen Milchprodukten. Auch Palmfett und Kokosöl enthalten gesättigte Fettsäuren. Darüber hinaus bildet der Körper sie auch selbst. Zu einem Mangel kommt es daher auch dann nicht, wenn du vegetarisch oder vegan lebst.

Die häufigsten Fragen zu gesättigten Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit bereiten vielen unserer Leserinnen und Leser Kopfzerbrechen. Die häufigsten Fragen, die uns dazu erreichen, beantworten wir hier.

Es gilt die Empfehlung, dass Erwachsene unter zehn Prozent ihrer täglichen Energie über gesättigte Fettsäuren aufnehmen sollten. Das bedeutet, dass nur rund ein Drittel aller aufgenommenen Fettsäuren gesättigt sein sollte. Diesen Wert erreichst du, wenn du viel pflanzliche Nahrung zu dir nimmst, Fleisch- und Wurstwaren reduzierst und überwiegend tierische Fette durch pflanzliche ersetzt.

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten, etwa in Fleisch und Wurst, in Butter, Schmalz, Sahne und Käse. Fisch und Fischöl hingegen enthalten als Ausnahme überwiegend ungesättigte Fettsäuren. Unter den pflanzlichen Fetten liefern Palm- und Kokosöl gesättigte Fettsäuren.

Transfette! Sie entstehen, wenn ungesättigte Fettsäuren sehr stark erhitzt werden – zum Beispiel bei der Herstellung von Chips oder als Frittierfett für Pommes und Burger. Sie beeinträchtigen den Herz-Kreislauf und beeinflussen den Fettstoffwechsel auf negative Weise. Gesättigte Fettsäuren hingegen sind in kleinen Dosen sehr wichtig für den Körper und haben vielfältige Funktionen.

Da Fett viele Kalorien hat, kann es sein, dass du zunimmst. Gesättigte Fettsäuren erhöhen auch den Cholesterinspiegel und steigern dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Arteriosklerose und für Diabetes Typ 2. Daher ist es wichtig, dass du gesättigte Fettsäuren nur in Maßen genießt.

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  • https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/gute-fette-schlechte-fette/
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/ernaehrung-gesaettigte-fette-nicht-verteufeln-b9999e82-43fa-4627-b425-4d968c104332
  • https://www.netdoktor.de/ernaehrung/naehrstoffe/gesaettigte-fettsaeuren/
  • https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/info/fette.html
  • https://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_fettsaeuren-54422.html
  • https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/02/gute-und-schlechte-fette/
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